ichunddiewelt

L(i)eben - (m)ich und die Welt
 

Letztes Feedback

Meta





 

Über

uns und unsere Vision:

Wir sind zwei Schwestern, 23 und 21, und uns verbindet eine gemeinsame Vision. Wir wollen Menschen erreichen, inspirieren und Impulse geben. Wir wollen etwas bewegen und verändern. Dabei haben für uns sowohl der Mensch, als auch die Erde einen großen Stellenwert.

Der Mensch: Lieben - mich und die Welt Uns begeistern Persönlichkeitsentwicklung, Wachstum, Selbstverantwortung und Bewusstheit. Wir haben erfahren, dass es so unendlich bedeutsam ist, sich selbst lieben zu lernen.

Die Erde: Leben - ich und die Welt Uns geht es um Nachhaltigkeit, Nächstenliebe, Gleichberechtigung und Gerechtigkeit und darum der Erde durch Tier-/Umwelt-/Naturschutz, Ernährung und innerer Verbundenheit Gutes zu tun.

Lisa und Sandra (LiSandra)

Du findest uns auch auf Facebook unter: https://www.facebook.com/ichunddiewelt.myblog.de/

Alter: 6
 


Werbung




Blog

Bei Durst fangen Bäume an zu schreien

Die Wurzeln von Bäumen speichern Wasser, das sie über den Waldboden aufnehmen. Dieses wird über das Bauminnere bis hoch in die Krone transportiert. Die Blätter versorgen im Gegenzug die Wurzeln mit Zucker, welcher sich durch die Fotosynthese bildet. Wenn der Sommer sich dem Ende neigt, meist wegen den immer wärmer werdenden Temperaturen sehr früh, haben die Bäume Durst. Mit Ultraschall können Laute gemessen werden, die die Bäume dann von sich geben. Bei Durst fangen Bäume an zu schreien.

Bäume sind Lebewesen. Die Welt ist so unglaublich lebendig. Vor allem in der Natur steckt so viel Wunder, so viel Leben. In einem Quadratmeter Waldboden steckt mehr Leben als es Menschen auf der Erde gibt. All die Sträucher, Blumen, Moose, all die Vögel, die abertausenden Krabbeltiere, sowie alle anderen Waldbewohner – sie sind pures Leben.

Wie viele Bäume werden von uns Menschen gefällt. Wie viele Tiere müssen für uns sterben. Was geben wir den Wäldern, den Tieren – der Welt dafür zurück?

Wie können wir uns anmaßen über alles zu bestimmen und alles zu kontrollieren?

Der Wissensdurst, die Neugierde, der Forschungsdrang des Menschen helfen uns dabei die Welt zu verstehen und oft auch zu verbessern. Dabei vergessen wir leider vor lauter Kontrolle und Macht-und Gewinnstreben die Faszination. Wir können nichts mehr einfach sein lassen, der Natur ihren freien Lauf lassen. Alles verbrauchen wir im Übermaß. Täglich werden mehrere Millionen Quadratmeter Wald abgeholzt.

Für viele von uns ist das einfach so. Es ist normal bzw. „normal“ - man denkt nicht darüber nach. Doch jeder von uns kann schon so viel tun, indem wir einfach die Augen und Ohren aufmachen. Nachdenken. Uns bewusst machen, was passiert, was wir darüber denken, was wir unterstützen wollen und was nicht.

Wie wäre die Welt, wenn der Mensch seinen Egoismus einstellen könnte. Eine Welt voller Zufriedenheit, Nächstenliebe, voller Fülle und Liebe. Und Wunder.

Wenn du die Wunder im Außen siehst, siehst du auch die Wunder in Dir.

Wenn du die Wunder in Dir siehst, siehst du auch die Wunder im Außen.

Die Welt ist so wundervoll. Die Welt ist so wertvoll. Du bist es auch.

In Faszination,

Lisa

26.7.17 22:06, kommentieren

10 Tage Schweigen - Vipassana Meditationskurs

Unsere Sinnesorgane nehmen viele Reize wahr, jederzeit, ständig. Wir sehen mit unseren Augen Gegenstände, Farben, Bewegung, Formen. Wir hören den Wind rauschen, jemanden reden oder Autos fahren. Wir riechen Abgase oder Blumenduft oder, dass der Regen kommt. Wir fühlen wie der Wind unsere Oberarme berührt und wie unser Herz pocht, dass wir uns träge fühlen oder auch glücklich. All diese Wahrnehmung geschieht zu jeder Sekunde, und meist ist uns das Meiste davon nicht bewusst. Dass all dies die ganze Zeit automatisch abläuft hat seine Vorteile. Wir wären maßlos überfordert, wenn wir ständig ALLES, was wir wahrnehmen, mitbekommen würden. Unser Geist selektiert aus, was uns gerade nichts nutzt.

Allerdings ist es leider so, dass die meisten Menschen beinahe gar nichts mehr bewusst wahrnehmen. Sie sind erschöpft, müde, unglaublich müde, die ganze Zeit. Um sich abzulenken produzieren sie noch mehr Sinneseindrücke, wie das Geräusch des Radios, das Display des Handys/Fernsehers. Keiner will sehen, wie es ihm wirklich geht. Wir wollen diese Unausgeglichenheit in uns, all diese Unruhe, die inneren Kämpfe, Sorgen, Zweifel, Ängste nicht sehen und nicht hören, geschweige denn fühlen.

Wie fähig unsere Sinnesorgane sind, ist mir die Tage noch einmal sehr bewusst geworden. Denn ich habe 10 Tage geschwiegen, beinahe kein Wort mit anderen Menschen gewechselt (und auch keine Selbstgespräche geführt). 10 Stunden am Tag bin ich in mich gegangen und habe die Perspektive gewechselt – von außen nach innen: Vipassana-Meditationskurs

Ich hatte großen Respekt vor dem vielen Sitzen, den Schmerzen, die dadurch und durch innere Unreinheiten hervortreten würden. Jetzt bin ich wieder zurück im Alltag und habe eine super Technik im Gepäck, die mich gelehrt hat, wie der Geist zur Ruhe finden kann, wachsam und achtsam im Jetzt zu sein und sich mit dem Unbewusstsein verbinden kann. Gleichzeitig merke ich mehr denn je, wie wichtig es ist, die Balance zwischen Innen und Außen zu wahren. Weil von Außen so viel einströmt, die ganze Zeit.

Meditiert habe ich vor dem Kurs kaum. Man lernt den Atem zu beobachten, wie er ganz natürlich kommt und wieder geht. Ohne ihn zu beeinflussen. Dabei fällt einem auf, wie viele wirre, zusammenhanglose Gedanken durch den Kopf gehen. Der Geist wird immer wieder ganz sanft zurück zum Atem geholt. Falsch machen kann man nichts. Einfach immer wieder und immer wieder zum Atem zurück. Je weniger Einwirkungen von außen kommen, desto ruhiger wird der Geist und konzentrierter auf die Atmung. Während der 10 Tage durften die Meditierenden nicht Sprechen, nicht Schreiben oder Lesen. Auch körperlich sollte Ruhe bewahrt werden. Die Wahrnehmung des eigenen Selbst wird extrem geschärft. Als zweiten Schritt geht man mit dieser Wahrnehmung durch den ganzen Körper. Von Kopf zu Fuß und wieder zurück. Alle Unreinheiten zeigen sich und kommen nach und nach an die Oberfläche.

Wie aber lassen sich die Unreinheiten auflösen? Immer, wenn wir einen Gedanken denken, wandelt dieser sich sofort in eine Körperempfindung um. Du kannst auch deine Gefühle nur „spüren“, weil du gewisse Körperempfindungen hast. Du weißt, dass du Angst hast, weil es in deinem Brustbereich ganz eng wird, dein Hals sich zusammenschnürt, dir flau im Magen wird. Diese Körperempfindungen werden bei der Vipassana- Meditation beobachtet – ganz objektiv, ganz sachlich. Beim Abscannen des Körpers begegnen dir sehr grobe Empfindungen, etwa Verspannungen, Schmerzen, Druck, sowie sehr feine Empfindungen, wie ein leichtes angenehmes Kribbeln. Grobstofflich setzen sich Ängste, Zweifel, Sorgen, Ablehnung, Begierde/Verlangen ab. Ist ein Teil des Körpers feinstofflicher Natur, kann Energie frei fließen. Liebe kann fließen. Durch die Beobachtung - die wertfreie, gleichmütige, achtsame Beobachtung - der Empfindungen können sich die Unreinheiten lösen. Dabei sind grobe und feine Empfindungen gleichwertig. Die groben sind nicht schlecht und die feinen nicht gut. Dürfen alle diese Empfindungen einfach da sein, ohne dass sie von unserem Geist sofort entweder abgelehnt oder festgehalten werden (dies ist das antrainierte Verhaltensmuster unseres Geistes) verschwinden sie von selbst. Empfindungen entstehen – vergehen – entstehen – vergehen die ganze Zeit (die feinstofflichen schneller als die groben). Alles ist unbeständig, alles ist vergänglich. Es gibt keinen „Soll“-Zustand, nur den aktuellen Ist-Zustand. Hält man an dem angenehmen feinen Energiefluss fest, so entstehen sofort neue Unreinheiten, lehnt man die unangenehmen Empfindungen ab oder kämpft gar gegen sie an, ebenso. Ziel ist gleichmütig alles anzunehmen, was ist.

Diese Technik der Vipassana-Meditation kann uns im „normalen“ Leben helfen, ausgeglichen und ruhig zu bleiben, ganz gleich was uns widerfährt. Im Leben passiert so viel, was wir nicht wollen, ob ein Schicksalsschlag oder einfache äußere Umstände oder es geschieht gerade etwas sehr Schönes, und wir halten sofort daran fest, wollen nicht loslassen. Dem Geist wird abtrainiert zu reagieren: frei von Ablehnung und Verlangen zu sein. Einfach sein zu lassen, was da ist. Vipassana heißt sehen, wie es wirklich ist. Nicht wie du es haben willst. All unsere Projektionen auf andere, auf die Welt, auf uns selbst fallen nach und nach weg.

Für mich war es sehr wichtig, zu erkennen, dass dies jeder nur selbst erfahren kann. Intellektuelles Wissen und Verstehen ist gut und wichtig. Erfahren ist Gold. Mit Worten ist kaum zu beschreiben, was in meinem Körper vor sich gegangen ist. Ich hoffe, ich konnte dir die Technik trotzdem gut erklären. Wenn dich dieses Hilfsmittel anspricht, wenn du wissen willst, wie sich das anfühlt, was da geschieht, kannst du es nur selbst ausprobieren. Mit dieser Technik hat übrigens Buddha seine Erleuchtung erlangt. Und die Wirkung bei mir: Ich habe mich noch nie so befreit gefühlt, so gereinigt, so leicht. Trotz all den Schmerzen, durch die ich gehen musste, habe ich viele Momente der Freude, der tiefen Liebe und des Mitgefühls für alle anderen Lebewesen erfahren.

Die Kurse sind an sich kostenlos, basieren auf Spendenbasis von Teilnehmern. 1 bis 2 mal im Monat findet ein 10-Tageskurs statt. Anmelden solltest du dich frühzeitig, die Kurse sind sehr gefragt.

Hier findest du die Website, auf der du dich anmelden und noch genauer zB. auch über Standorte (Vipassana gibt es überall auf der Welt) informieren kannst:

https://www.dvara.dhamma.org/de/

Ich wünsche dir Balance zwischen Innen und Außen im Leben.

Du bist wertvoll! Für dich und für die Welt!

In Liebe,

Lisa

25.6.17 22:23, kommentieren